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Veranstaltungen

Mittwoch 03.03.2021 | 20:00 Uhr | Eichener Hamer
Lesung: Aus dem schrecklich schönen Leben
Konstantin Wecker

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All das Leben und noch viel mehr

Der Anfang ist längst gemacht, das Ende noch lange nicht in Sicht. Konstantin Wecker ist mittendrin. Im schrecklich schönen Leben. Und so ist sein Leseabend zur gleichnamigen Biografie eher als Bestandsaufnahme zu sehen - nicht als Bilanz und – um Gotteswillen - auf gar keinen Fall als Memoiren. Denn dafür hat der 73-jährige Liedermacher, Komponist und Autor schlicht und ergreifend einfach noch zu viel vor. Zu wichtig ist ihm der Kampf gegen rechte Gewalt, Ausländerhetze und zerstörende Kriegspolitik.

In seinem aktuellen Lese-Programm „Das ganze schrecklich schöne Leben“ blickt der Münchner Musiker mit verschmitzten Lächeln auf 50 faszinierende Bühnenjahre zurück, kommt schnell und gerne ins Erzählen, singt einige seiner Lieder a cappella und trägt – getreu seines festen Glaubens „Poesie ist Widerstand“ - auch Texte und Gedichte aus seinem jüngsten Band „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ vor.

Doch seine gnadenlos ehrliche Sicht auf alles das und mehr bezieht auch haarscharfe Gratwanderungen des Lebens mit ein, tränensteile Stufen und tiefschürfende Stürze, Zeiten, in denen Tropenträume zu Drogen-Alpträumen wurden: „So wie wir alle ein unvergleichliches und einzigartiges Leben haben, so sind wir alle auch an dem beteiligt, was in der Welt geschieht. Am Schönen wie am Schrecklichen.“ Gefunden hat er dabei immer sich selbst – und damit auch seine Anhänger, für die seine Zeilen immer Inspiration waren.

Sie alle dürfen sich auf einen wortgewaltigen, mutmachenden Abend freuen, der wie sein Leben geprägt sein wird von schmerzlichen Höllen und den Versuchen das Göttliche zu berühren, von wütendem Aufbegehren und zart-schmelzenden Momenten. Von Liedern und von Gedichten, die ihn ereilen wie Melodien und deren Kraft noch lange wirken werden. Ein schrecklich schönes Leben lang. Und noch viel länger.

Als Liedermacher, Schriftsteller, Schauspieler und Komponist gehört Konstantin Wecker, 1947 in München geboren, zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten im deutschsprachi­gen Raum. Sein künstlerisches Fundament bilden eine klassische Musikausbildung und die - von der Mutter geförderte - Begeiste­rung für Lyrik.

1968 trat Konstantin Wecker erstmals als Liedermacher auf, der Durch­bruch gelang 1977 mit der Ballade „Willy" und dem Album „Genug ist nicht genug". Insgesamt rund 45 LP- und CD-Produktionen, darunter „Liebesflug" (1981), „Uferlos" (1993), „Vaterland" (2001) und „Poesie und Widerstand" (2017), dokumentieren die breite Palette des künstlerischen Schaffens und spiegeln vor allem aber persönliche Höhenflüge und Krisen wider. Besondere Beachtung fanden die, als Synthese der klassischen Wurzeln Konstantin Weckers mit seinem Lied- und Filmmusikschaffen angelegten Produktionen „Classics" (1991) mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer (Kritikerpreis 1992) und „Weltenbrand“ (2019) mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie unter der Leitung von Mark Mast.

Konstan­tin Wecker veröffentlichte Lyrikbände (u. a. „Jeder Augenblick ist ewig", 2012), die Romane „Uferlos" (1993) und „Der Klang der ungespielten Töne“ (2004) und schreibt Theater- und Bühnenmusiken sowie Film­musik („Kir Royal" 1986, „Schtonk!" 1992) und Kindermusicals.

2013 bis 2015 lief das Tourneeprogramm „Liedestoll“ zusammen mit Angelika Kirchschlager. Nach der Jubiläumstournee „Poesie und Widerstand“ rund um den 70. Geburtstag und „Weltenbrand“ (2019) ist „Utopia“ das aktuellste Projekt.

In seinem 2006 gestarteten Label Sturm & Klang fördert Konstantin Wecker auch den Liedermachernachwuchs. Für sein politisches Engagement wurde Konstantin Wecker unter anderem 1995 mit dem Kurt Tucholsky-Preis, 2007 zusammen mit Eugen Drewermann mit dem Erich-Fromm-Preis, 2018 mit der Thomas-Nast-Gastprofessur der Universität Koblenz-Landau sowie 2019 mit der Albert-Schweitzer-Medaille ausgezeichnet.

Veranstaltungsdatum

Mittwoch 03.03.2021 | 20:00 Uhr

Veranstaltungsort

Eichener Hamer

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Preis

VVK: 28 I 25,80 I 23,60 I 18,10 €
SchülerInnen & Studierende: 26 I 23,80 I 21,60 I 16,10 €

AK: 30 I 28 I 26 I 20 €

Alle Preise inkl. 10% VVK-Gebühr & 0,50 € Systemgebühr.

Achtung: Die 4. Preiskategorie wird erst nach Ausverkauf der Kategorien 1-3 eröffnet. Aufgrund leichter Sichteinschränkungen auf der Empore wird die Veranstaltung zusätzlich sichtunterstützend per Videotechnik übertragen.

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